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    Derby-Fieber bei Hitzeschlacht in "Lindener Stadt-Sauna"

    (dp) Vor vollbesetzten Rängen kamen nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer gewaltig ins Schwitzen. Immer wieder musste unterbrochen werden, um das Parkett zu wischen. Das erste Spiel des Abends bestritten die A-Jugend-Bundesligamannschaften der HSG Wetzlar und des TV 05/07 Hüttenberg. Hier setzte sich der Nachwuchs des TVH mit 20:19 (12:9) durch. Im Anschluss trafen die Profis aufeinander. In diesem prestigeträchtigen Duell hatte der Erstligist die Nase mit 26:20 (11:8) vorn. Bereits während der ersten Partie verkündete der Veranstalter ein ausverkauftes Haus.

    HSG Dutenhofen/Münchholzhausen U19 – TV 05/07 Hüttenberg U19 19:20 (9:12)

    Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen erlaubte sich über die gesamte Spielzeit zu viele technische Fehler, um nach der zwischenzeitlichen Führung das Ruder herumzureißen. Der TVH arbeitete vor allem zu Beginn sehr konzentriert und lag nach einer Viertelstunde bereits mit 7:1 in Führung. Dutenhofens Coach Thomas Weber wechselte munter durch und brachte so deutlich mehr Bewegung ins Spiel seiner Jungs. Schnell rückte die HSG auf 5:7 heran, doch Hüttenberg ließ sich kaum aus der Ruhe bringen – 12:9 zur Halbzeit. Wetzlar wirkte weniger eingespielt und scheiterte einige Male an TVH-Keeper Simon Böhne. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Wetzlar beim 12:12 in der 39. Minute erstmals der Ausgleich gelang. Die Partie blieb bis zum Ende spannend und fand mit Hüttenberg einen verdienten Sieger.

    HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Weizäcker, Fischer; Klotz, Patt (2), Kleemann, Klimpke (4), Weber (3), Großkopf, Kunzendorf (2), Becker, Hadzic (1), Waldgenbach, Maluka (2), Scheibel (3), Wagenbach (2)
    TV Hüttenberg: Böhne, Naß; Uth (1), Knorz (3), Rüdesheim (2), Bährens (2), Lins (1), Piesch, Krauhausen, Fuß (2), Roth, Nandzik, Kiethe (3), Seibert, Werth (5/2), Rüpprich (1)
    SR: Bley/Bulat (Großen-Linden/Kastel)
    Zeitstrafen: 6:4 Min. – Siebenm.: 0/0:4/2.

    Text: Daniela Pieth, Fotos: Achim Wagner

    HSG Wetzlar – TV 05/07 Hüttenberg 26:20 (11:8)

    Im Topduell erwischte die HSG den besseren Start. Beide Abwehrreihen bestimmten überwiegend das Bild, sodass Anton Lindskog erst in der 13. Minute die 4:1-Führung gelang. Daniel Wernig hatte aufseiten der Hüttenberger hier bereits den ersten Siebenmeter verworfen und Tomas Sklenak den 1:2-Anschluss erzielt. Vor allem Till Klimpke im Tor der Wetzlarer bereitete dem TVH Probleme, hatte nach 15 Minuten sechs Paraden auf seinem Konto und in der ersten Hälfte achtmal den Spielverderber für den TVH gegeben. So sah sich Hüttenbergs Coach Emir Kurtagic nach 18 Minuten (1:6) gezwungen, seine Mannschaft an der Seitenlinie in die Spur zu bringen. Seine Ansprache zeigte Wirkung, so war Hüttenberg nach den Gegenstößen von Christian Rompf und Wernig auf 6:8 (26.) herangerückt. Eine Zeitstrafe gegen Wetzlars Neuzugang Nils Torbrügge konnte der Zweitligist jedoch nicht nutzen und so ging es mit der 11:8-Führung der HSG in die Pause.

    Bei Wiederanpfiff standen auf Wetzlarer Seite nun Emil Frend Öfors und Lars Weissgerber auf der Platte, und auch Torben Waldgenbach bekam seine Einsatzzeiten. Und obwohl HSG-Trainer Kai Wandschneider mit den Youngsters spielte, ließ seine Mannschaft nie einen Zweifel darüber aufkommen, dass dieses Derby in grün-weißer Hand blieb. Nach dem 16:11 von Stefan Cavor nahm Kurtagic eine Auszeit, doch dem TVH fehlte in der zweiten Hälfte im Angriff die Durchschlagskraft. Beim TVH wusste besonders Neuzugang Björn Zintel zu gefallen.

    Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Hermann (3), Kneer (1), Björnsen (1), Mirkulovski (1), Torbrügge (1), Weissgerber (3), Frend Öfors (2), Holst (2/1), Waldgenbach (2), Rubin (3), Lindskog (3), Cavor (4)
    Hüttenberg: Schomburg, Weber; Sklenak (2), Lambrecht, Wernig (2), Lauer (1), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes (1), Johannsson (1), Stegefeit, Mubenzem (2), Hahn, Zintel (6/1), Klein (1)
    SR: Cesnik/Konrad
    Zeitstrafen: 12:4 Minuten. – Siebenmeter: 1/1:2/1.

    Text: Daniela Pieth / Fotos: Achim Wagner

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