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Interview mit Uli Lepper

Foto: Uli Lepper beim Linden-Cup 2014 mit Ex-Welthandballer Ivano Balic.

 

Seit fast einem Vierteljahrhundert hat das immer populärer werdende Turnier an Attraktivität jedes Jahr zugenommen

(vk) Im nächsten Jahr ist wieder ein Jubiläum beim Linden-Cup angesagt. Das erneut hochkarätig mit drei Bundesligisten und weiteren fünf hochklassigen Teams aus der heimischen Region besetzte ranghöchste Turnier in  Hessen feiert in diesem Jahr seine 24. Auflage, wenn am Montag, 27. Juli der Startschuss fällt und am Samstag, 1. August das Turnier mit einem Duell der Regional-Gruppe und zwei Spielen, in denen sich alle vier Teams der Bundesliga-Gruppe gegenüber stehen, abgeschlossen wird. Ganz eng mit dem Linden-Cup verbunden ist der Name Ulrich "Uli" Lepper. Er gilt als der Macher und Antreiber, gewissermaßen der Mentor und "Spiritus Rector", der von der ersten Auflage an die Regie und Planung in seinen Händen hatte, dabei aber stets ein Team von Helfern um sich wusste. Wir sprachen vor dem Start des 24. Linden-Cups, der erstmals von der Sparkasse Gießen präsentiert wird, mit Uli Lepper.

Frage: Wenn Sie an die Anfänge des Linden-Cups zurückdenken und an heute, was waren die gravierendsten Unterschiede von vor 24 Jahren zu heute?

Antwort: Zurückblickend kann man sagen, dass sich die Handballszene allgemein im mittelhessischen Raum sehr verändert hat. Hochklassig waren Anfang der "Neunziger" die Regionalligisten, zu denen u. a. Dutenhofen, Lützellinden, Hüttenberg, Gelnhausen und Ober-Eschbach gehörten. Da kann man heute von einem gewaltigen Qualitätssprung sprechen, wenn drei oder zeitweise auch vier Bundesligisten aus der "stärksten Liga der Welt" beim Linden-Cup auflaufen.         "

Frage: Wann legen Sie mit ihrem Helferteam mit den Vorbereitungen los?

Antwort:  Das Helferteam tritt erst kurz vor Beginn der Turnierwoche in Aktion, wobei meine "alten" Freunde, die "Hanse", allesamt eine wichtige Rolle spielen und bei den Detailaufgaben vor Ort unentbehrlich sind. Jan Nober und Christian Semmelroth sind rund um die Stadthalle die organisatorischen Chefs, die richtig "anpacken" können.
Die eigentlichen Vorbereitungsaufgaben für mich als Turnierorganisator beginnen im November, wenn ich auf die Suche nach zwei weiteren Bundesligisten neben der HSG Wetzlar gehe. Das ist jedes Mal eine sehr schwierige Aufgabe bei der Menge der Turnierangebote in Deutschland und natürlich auch eine Frage der Kosten.
Ab Februar versuche ich dann, Sponsoren zu gewinnen, ohne die eine solche Großveranstaltung nicht zu stemmen ist. Neuer Hauptsponsor und Namensgeber ist seit 2015 die Sparkasse Gießen, aber dazu kommt noch eine Vielzahl von Werbepartnern im mittleren und unteren finanziellen  Bereich.

Frage: Immer wieder tauchen beim Linden-Cup neue Bundesligisten im Teilnehmerfeld auf, z.B. SC Magdeburg, MT Melsungen, TSV Hannover-Burgdorf, Bergischer HC, VfL Gummersbach, HSG Wetzlar und TV Hüttenberg sowieso wie auch früher die SG Wallau/Massenheim usw., wie machen sie das?

Antwort: Man sollte sich in der "Szene" schon gut auskennen. Darum bemühe ich mich. Aber es gehört auch viel Initiative, Ausdauer, Überzeugungsarbeit und auch eine Portion Glück dazu, dass man mit Trainern und Geschäftsführern die richtigen Ansprechpartner findet und überzeugt.

Frage: Der Linden-Cup hat durchaus einen Namen in der bundesdeutschen Handballszene. Dennoch wird die Sponsorensuche nicht gerade leichter?

Antwort: Wer die Trikotwerbung beim Fußball oder auch bei anderen Sportarten in den Tageszeitungen genauer betrachtet und die Bemühungen der Bundesligisten in Wetzlar (Handball) und Gießen (Basketball) kennt, der weiß, dass der "Sponsorenmarkt" heiß umkämpft ist und dass eigentlich ein Förderkreis nötig wäre, um den Linden-Cup auch langfristig auf sichere Füße zu stellen. Das ist eine Zukunftsaufgabe für die MSG Linden. Leider bleibt bisher die Sponsorensuche weitgehend bei mir, eine Mammut-Aufgabe für einen Einzelnen.

Frage: Der in diesem Jahr zum zweiten Mal vorgesehene Modus, ein Turnier für die Bundesligisten und ein sog. Regionalturnier (Oberliga, Landesliga aus dem heim. Raum) auszutragen, bleibt auch ein Modell für die Zukunft und die nächsten Auflagen des Linden-Cups, oder?

Antwort: Das ist so, und wird vermutlich auch so bleiben. Der Wunsch nach "Ebenbürtigkeit" bei den Turnierspielen kam überwiegend von den Bundesligisten. Da bleibt dem Veranstalter beim Austragungsmodus keine Wahl. Manche Spieler aus dem regionalen Bereich vermissen allerdings den Reiz, einmal gegen einen Bundesligisten gespielt und dabei dem gegnerischen Torwart - möglichst einem Nationalspieler - ein paar "Eier" ins Nest gelegt zu haben.

(Foto: Achim Wagner / Text: Volkmar Köhler)